Leica DMRB Canon EOS 450D

Begonnen von JMB, Dezember 22, 2025, 19:34:06 NACHMITTAGS

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JMB

Liebe Mikroskopiker,

ich möchte gerne meine Canon EOS 450D an mein Leica DMRB adaptieren. Ich habe den normalen trinokularen Aufsatz, ohne irgend einen weitere Tubus. Versuchsweise habe ich mal die Kamera ohne Objektiv über die Austrittsöffnung des Trinos gehalten und eine direkte Adaptation über ein kurzes, etwas 50 mm langes Rohr sollte klappen. Ich suche nun den genauen Abstand Trinokular zur Auflage Kamera, damit ich hier ein billiges 3d Druckteil in Auftrag geben kann. Der Schwalbenschwanz-Einsatz für die Trinoseite und ein Adapter zum Anschluss der Kamera sind bereits konstruiert. Mir fehlt aber noch die genaue Länge des Rohres. Kann hier jemand von euch helfen?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße,

Jens

Daniel Scheibenstock

Hallo Jens,

zeig mal her was du da bereits hast eventuell kann ich dir Tipps geben. :)

Wenn du es Ordentlich haben willst kontaktiere Diana W. aus dem Forum die weiß (fast) alles übder Leica :-)

lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Schuhmicro

#2
Hallo Jens,

ich würde dir raten deine Konstruktion zu überdenken und Kamera seitig solch einen Adapter zu verwenden
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T2-Eos.jpg

Der Adapter-ring hat ein Gewinde M42x0,75 6mm +10mm frei geschnitten, dadurch hättest du die Möglichkeit /z.B. mit einer Kontermutter) das Adptermass um 10 mm verstellbar zu machen, es ist eine Ringschwalbe im Innern, damit der Drehwinkel unabhängig von der Höhe verstellt werden kann, aus hartem schwarz eloxiertem Aluminium gemacht  rastet das Bayonett mit einem zufriedenen klicken ein.

Ich besitze 2 gebrauchte "Profi" Adaptierungen, eine davon war teuer und muss wohl neu um die 1500-2000 Euro gekostet haben, bei beiden lässt sich das Adaptermass nicht verstellen und natürlich gibt es ein Bild (Heissschmelzkleber bastel-Lösung) aber das ist nicht so gut wie es eben sein könnte bei meiner Canon am Orthoplan.

Einen solchen Adapter-ring habe ich (Damals noch fuer 6 EUR) gekauft um damit eine 3. Adaption zu machen, eine verstellbare natürlich die wirklich passt.

Gruss
Martin

Peter V.

Hallo Jens,

ich kann Martin nur zustimmen. Ich würde auch den Adapter so konstruieren, dass er mit einem Gewinde für die Aufnahme eines T2-Adapters endet. Das Gewinde sollte in der Tat so konstruiert sein, dass der T2-Adapter um einige Millimeter in der Höhe verstellt werden kann, um somit eine exakte Parfokalität herzustellen. Die T2-Adapter gibt es für kleines Geld bei Amazon oder Ebay, wobei ich nicht unbedingt den allerbilligsten nehmen würde. Falls sich noch niemand wegen der Länge gemeldet hat, kann ich sie heute gerne einmal für Dich ausmessen. Ich habe mehrere Adapter für verschiedenen Mikroskope, die so konstruiert sind. Falls an Deinem DMRB kein Vergrößerungswechsler ist, solltest Du überlegen, ggf. noch einen Telekonverter Kenko Teleplus 1,4 zwischen Kamera und Adapter zu platzieren, da es bei parfokaler Einstelliung einer APS-C Kamera wie der EOS 450 D ansonsten eine leichte Vignettierung gibt.


Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

JMB

Liebe Mikroskopiker,

erst mal vielen Dank an Daniel, Martin und Peter für die Antworten, bzw. Tipps. Ihr habt mir schon sehr viel weiter geholfen.
@Martin: ein über einen kurzen Weg verstellbarer T2 Adapter ist eine sehr gute Idee, die ich weiter verfolgen werde.

@Peter: und ein Telekonverter ist auch ein sehr guter Tipp.

Ich habe noch etwas herumprobiert. Die Länge des Rohres müsste etwa 51 mm betragen. Dann habe ich sowohl über die Okulare als auch über die Kamera ein scharfes Bild. Ich benötige also:
- Ringschwalbe und kurzes Rohr (ca. 40 mm) zum einsetzten in das Trinokular
- über kurzen Weg verstellbaren T2-EOS Adapter (ca. 10-20 mm), der auf ersterem befestigt wird (kleben)
- Telekonverter (1,4) um randliche Abschattungen zu vermeiden

Vielen Dank euch und habt ruhige Feiertage,

Jens

HCLange

Hallo Jens,

das exakte Maß von der DMR-Fototubus Ringschwalbenauflage bis zum Zwischenbild ist 94,4 mm. Da braucht es dann keine Feinverstellung mehr...

Frohes Fest wünscht
Christoph

A. Büschlen

Hallo Christoph,

ich habe eine Verständnisfrage zu:
Zitatdas exakte Maß von der DMR-Fototubus Ringschwalbenauflage bis zum Zwischenbild ist 94,4 mm. Da braucht es dann keine Feinverstellung mehr...


Die Kamera wird ja am Fotoausgang montiert und nicht an der Ringschwalbenauflage. Oder...?

Grüsse Arnold Büschlen
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

HCLange

Hallo Arnold,

gemeint ist die Ringschwalbenaufnahme oben auf dem Trinotubus.
Jens hatte die Zwischenbildlage schon relativ genau gemessen.

HG Christoph

A. Büschlen

Danke Christoph,

Aber oben am Trinotubus ist doch einfach ein Rohr mit Stellschraube?

Grüsse Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

A. Büschlen

Hallo Christoph,

ein Nachtrag:

Mir war die Unterschiedlichkeit der angebotenen Tuben für das Leitz DMR nicht bewusst. Ich musste die gedruckte Produktedokumentation zu Hilfe nehmen. Nun ist mir klar, was ihr mit Ringschwalbe meint. ;)

Jens: Kannst du uns ein Bild von deinem Fototubus zeigen?

Grüsse Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
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- Ascomyceten als Bryoparasiten.

JMB

Liebe Mikroskopiker,

mit den nun zu Verfügung stehenden Informationen (danke Christoph) habe ich mich mal an eine 3-D Skizze des Tubus gewagt. Oben mit Anschluss für die EOS, unten die Ringschwalbe für den DMRB-Trinotubus.

@Arnold: bei mir ist oben auf dem Trinokulartubus nur die Aufnahme für eine Ringschwalbe. Es gibt keinen Tubus.

Liebe Grüße,

Jens

A. Büschlen

Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Peter V.

Hallo Jens,

das scheint zunächst einmal korrekt. Was soll denn die schwarze Fläche mit der Längsstreifung oben sein?

Hezrliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

JMB

Hallo Peter,

an dieser Stelle ist nur die Darstellung des EOS-Anschlusses etwas eigenartig. Zum besseren Verständnis habe ich nochmals eine etwas vereinfachte / klarere Zeichnung des Tubuses angehängt.

Liebe Grüße,

Jens

Schuhmicro

#14
Hallo Jens, Peter
@Peter
    die schwarze Fläche mit der Längsstreifung sind ganz viele ebene Rechteckflächen, die zusammen einen Zylindermantel angenähert bilden,
    das Innere der Bohrung. Warum so kompliziert?, Weil das Canon Bayonett mit einem anderen CAD gezeichnet wurde.
@Alle die das interessiert
    die Rechnung: das Auflagemass ist bei Canon Kameras mit EF-S 44mm, der Adapter ist 50,4mm
                                                                        44mm+50,4mm=94,4mm
@Jens
Adapter.jpg
Gruss
Martin