Technival und Übertragung zum MacBook...

Begonnen von cjohnson, Januar 13, 2011, 11:45:36 VORMITTAG

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Detlef Kramer

Lieber Martin,

Du hast recht. Und statt Video-Karte gibt es bestimmt einen entsprechenden USB-stick für den Mac.

Herzliche Grüße

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Peter V.

#16
Hallo!

Immer wieder lese ich, dass Leute "Mikroskopbilder auf den PC bringen" wollen. Man muss einmal differenzieren, was genau damit gemeint ist. Möchte man wirklich die Filme / Bilder direkt auf den PC übertragen und dot speichern ( also ohne Umweg über eine Speicherkarte ) oder möchte man den PC eigentlich nur als reinen Monitor "mißbrauchen", um bessser fokussieren zu können oder das Mikroskopbild eben auf einem "Schirm" zu demonstrieren? Wenn Letzteres eher das Ziel ist, ist der PC im Prinzip genau der falsche Weg, dann sollte man lieber einen echten TV-Monitor ( Vieomonitor )  bzw. ein Fernsehgerät ( Flatscreen oder auch Röhre ) verwenden. Sicher, manche möchten ihr Laptop als eierlegende Wollmilchsau verwenden und nicht noch einen weiteren Röhren- oder Flatscreen-Fernseher auf ihren Mikroskopiertisch stellen. Aber diese Geräte eignen sich für diesen Zweck aus verschiedenen Gründen einfach besser, denn sie sind halt die originären "Anzeigegeräte" für Videosignale jeder Art. Ein PC oder Laptop ist das nicht!
Hier bekommt man die Bilder zwar auf 2 Wegen auf den Monitor, aber letztlich immer nur über einen "Umweg". Entweder als digitales Signal über eine USB-/Firewire-Kamera oder als analoges Videosignal über eine TV-Karte oder Videograbber-Karte. Beide Verfahren haben aber den Nachteil, dass sie "langsam" sind, in der Regel keine richtig guten Datenübertragungsraten erzeugen und das Bild entweder stark ruckelt oder die Qualität deutlich leidet. Bei USB-Kamera ist in der Regel bereits bei 3 MP Schluss mit einer einigermassen erträglichen Datenübertragungsrate, bereits bei 3 MP-Kameras ruckelt das Bild meist so, dass von einem "Livebild" keine Rede mehr sein kann. Lediglich die 1,3-MP-Kamera ( z.B. die gute alte DCM 130 ) liefern hier noch eine "gute" Qualität bzw. der Wiederholfrequenz. So zumindst meine persönlichen Erfahrungen. Ob es jemand schafft, mit einer 5- oder gar 9-MP-kamera noch ein halbwegs flüssiges Bild auf dem PC-Monitor zu erzeugen, weiss ich nicht, kann es mir aber nicht vorstellen.
Das mit normalen TV-Karten auf den PC übertragene analoge Signal anderer Kameras ( z.B. CCD-TV-Kamera oder Lifevild einer normalen Dificam  ) führt in der Regel letztlich auf dem Monitor auch nur zu einer Darstellung mit niedriger Wiederholrate oder insgesamt einfach nur mäßiger Qualität.

Wie gesagt, ich empfehle hier immer noch den Kauf eine kleinen etwa 14-Zoll-TV-Gerätes ( entweder neu als Flatscreen ) oder eben auch als alten Röhrenfernseher. Hier kann man problemlos Videosignale einspeisen und bekommt immer ein gutes und flüssiges Bild. Und wenn man z.B. das Videosignal einer Uralt-Coolpix 990 oder 995 ( beide unter 100 EUR bei ebay noch gebraucht erhältlich ) auf ein TV-Gerät leitet, bekommt man ein absolut tadelloses hinreichend aufgelöstes und vor allem alsolut flüssiges echtes Livebild ohne "Nachziehen", Ruckeln etc.
Fotos kann man dann über die ganz normale Kamerafunktion der anfertigen und auf der CF-Karte speichern, die Adaption mit dem Periplanokular ist denkbar einfachst. Für mich stellte diese Kombination immer noch eine wirklich gute Lösung dar´, wenngleich diese Kameras schon sehr betzagt sind.
Letztlich geht das sicher auch mit vielen modernen Digicams, wobei ich nicht weiss, ob alle Kameras das Livebild auch auf einen externen TV-Monitor übertragen können. Das müsste man dann eben bei Bedarf in Erfahrung bringen, abr ich denke, dass das die meisten Digicams können.  Die optische Adaption ist allerdings nicht immer ganz so easy wie bei der Coolpix/Periplan-Lösung, hier bedarf es in der Regel verschiedener Adapter.

Will man aber tatsächlich unbedingt mit einem PC oder Laptop arbeiten, bleibt nur die Lösung mit den USB-Kameras ( die für mich immer unbefriedigend war, Gründe s.o. ), lediglich eine noch recht schnelle 1,3-MP DCM 130 befindet sich noch in meinem Besitz. Oder man verwendet eben für analoge Videosignale der Kameras eine TV-Karte, aber auch diese Lösung hat mich nie wirklich begeistert.

Selbst bei meiner neuen Canon EOS 550D bin ich der Lösung mit dem externen kleinen TV-Gerät treu geblieben und speichere Fotos und Videos lieber auf der SD-Karte. Denn auch bei diesen modernen Kameras ist das Live-Bild auf dem Computerbildschirm in der Regel "grausam" und eher eine Diaschau als echtes "Live-Video".

Das alles sind meine perösnlichen Erfahrungen, natürlich kenne ich nicht jede Kamera am PC. Vielleicht haben andere ja bessere Erfahrungen mit bestimmten anderen Kombinationen gemacht.

Hier ein "quick and dirty"-Foto eines meiner Monitore mit einem von der Coolpix am Orthoplan übrtragenen "Livebild" ( das natürlich in der Realität besser aussieht als auf diesem geblitzten Foto ).




Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Klaus Herrmann

#17
Lieber Peter,

als unbedarfter Rechnernutzer darf ich diese Frage stellen:

Ich arbeite gerne mit Remotecontrol, weil die Steuerung der Kamera (Canon PS G10, früher A 620) vom Rechner aus schon commod ist, besonders beim Stapeln. Und man kann entspannt sitzen. Aber, wie Du schon schreibst - das Lifebild auf dem Rechner könnte a) größer und b) besser aufgelöst sein.

Ich habe gleich 2 dieser alten Röhrenbildschirme sogar in guter Industrie-Laborqualität. Und ich nutze sie auch bei Vorträgen und Präsentationen um mit Videokameras das Mikrobild zu zeigen.
Kann ich denn beides gleichzeitig machen: über den Rechner (mit kleinem Lifebild) steuern und parallel das Bild auf dem Röhrenmonitor anschauen?

Und noch eine OT-Frage: das rechte Mikroskop trägt ein CZ-Logo, aber das Mikroskop kann ich dieser Firma nicht zuordnen. Betreibst Du hier "Etikettenschwindel" ???
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Peter V.

#18
Lieber Klaus

ZitatUnd noch eine OT-Frage: das rechte Mikroskop trägt ein CZ-Logo, aber das Mikroskop kann ich dieser Firma nicht zuordnen. Betreibst Du hier "Etikettenschwindel"


Der wahre Mikrofreund, der weiß
im Osten war nicht alles Sch......
Mal gabs kein Obst, mal keinen Reis
doch gute Optik gabs - von Zeiss!
(Was man an Lupen schon erkennt
um die ein Bieterstreit entbrennt.)



Die Jenavale wurden ganz kurz nach der Wende noch mit dem Zeiss-West-Logo gelabelt, bevor man die "Ostprodukte" von Zeiss hat sterben lassen.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Klaus Herrmann

Lieber Peter,

so schön gereimt kann ich nicht antworten-
wer sollte das auch ver-antworten,
dass ich mich bös blamier
mit Schüttelreimen hier?
Vor Dichters Kunst verneig ich mich
und bleib bei Prosa vorsorglich!


es gibt also nicht nur gefühlte 1000 verschiedene Schrauben und Schräubchen bei Zeiss, sondern auch noch Ost-West-Kuriositäten!

Aber nun zu meiner Computertechnik-Frage: gehts - wenn ja, wie?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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cjohnson

#20
Hallo Peter,

recht herzlichen Dank für Deine ausführliche Info. Scheint genau das zu sein, was ich brauche.
Danke!

Vielleicht noch eine Frage dazu - trotz der Bedenken von Klaus (s.o., wegen Kompensation//ich weiß nicht, was das ist, wenn es aber die Optik betreffen sollte, klingt das eher ungut) kannst Du mir die Lösung Coolpix/Periplan empfehlen am Technival?

Besten Gruß,

Chris

Klaus Herrmann

Hallo Chris,

meine Bedenken werden von vielen geteilt: Periplane mit CZJ geht, aber nicht perfekt wegen der CVD. Man bekommt leicht farbige Ränder. Wenn das nicht stört - warum nicht!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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cjohnson

Zitat von: Klaus Herrmann in Januar 14, 2011, 16:08:53 NACHMITTAGS
Hallo Chris,

meine Bedenken werden von vielen geteilt: Periplane mit CZJ geht, aber nicht perfekt wegen der CVD. Man bekommt leicht farbige Ränder. Wenn das nicht stört - warum nicht!

Hi Klaus,

danke. Da ich nichts davon verstehe - was wäre denn empfehlenswert(er) als ein Periplan für's Technival?

Besten Gruß,

Chris

cicindela

Hallo,
Zitat von: cjohnson in Januar 14, 2011, 17:39:54 NACHMITTAGS
danke. Da ich nichts davon verstehe - was wäre denn empfehlenswert(er) als ein Periplan für's Technival?
es ist ein klassisches Dilemma:
entweder einfache Adaption mit dem Periplan, dafür Bildfehler,
oder perfektes Bild mit den Originalokularen, dafür mehr Arbeit beim mechanischen Adaptieren der Kamera.

Gruß
Franz

Peter V.

#24
Zitat von: cjohnson in Januar 14, 2011, 17:39:54 NACHMITTAGS
Zitat von: Klaus Herrmann in Januar 14, 2011, 16:08:53 NACHMITTAGS
Hallo Chris,

meine Bedenken werden von vielen geteilt: Periplane mit CZJ geht, aber nicht perfekt wegen der CVD. Man bekommt leicht farbige Ränder. Wenn das nicht stört - warum nicht!

Hi Klaus,

danke. Da ich nichts davon verstehe - was wäre denn empfehlenswert(er) als ein Periplan für's Technival?

Besten Gruß,

Chris


und

Zitates ist ein klassisches Dilemma:
entweder einfache Adaption mit dem Periplan, dafür Bildfehler,
oder perfektes Bild mit den Originalokularen, dafür mehr Arbeit beim mechanischen Adaptieren der Kamera.

Hallo,

Exakt so ist es!

Am geeignetesten ist immer das Originalokular. Nur hat das in  der Regel ja nicht das Gewinde, dass das Periplan ja ( aus anderen Gründen ) mitbringt und es somit eher zufällig so ideal für die Adaption an eine Coolpix macht.
Ideal wäre also das Orignalokular mit einem aufgeschnittenen Gewinde. Besser als das Periplan dürfte unter Umständen  auch das ehemals von Klaus Herrmann vertriebene ( aber mittlerweile wohl nicht mehr erhältliche ) "Universalokular" sein, ein nicht kompensierendes Astrookular mit Coolpix-Gewinde.
Leider habe ich hier kein Technival mehr, sonst könnte ich ausprobieren, was optimal passt ( ich habe hier ja sowohl die Herrmann-Okulare als auch Periplane ).
Ich denke aber nicht, dass die Farbfehler beim Periplan so arg störend sein dürften. Müsste man halt ausprobieren. Vielleicht gibt es ja einen Coolpix-Periplan-"User", der auch ein Technival besitzt?

Herzliche Grüße
Peter
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Peter V.

ZitatKann ich denn beides gleichzeitig machen: über den Rechner (mit kleinem Lifebild) steuern und parallel das Bild auf dem Röhrenmonitor anschauen?

Lieber Klaus,

das kann ich Dir nicht sagen. Bei der Coolpix sicher nicht, dort gab es meine Wissens nur eine PC-Remote-Funktion über eine originäre Nikon-Software, die aber niemand besitzt ( kostete fast 1000 DM!!! ). Daher konnte ich das nicht ausprobieren.
Bei der EOS 550D habe ich es noch nicht ausprobiert, da mich PC-Remote eigentlich nicht interessiert.
Müsste mal die Software auf einen rechner spielen und es ausprobieren. Ich weiss nicht, ob es vielleicht Gerald schon einmal versucht hat? Er verwendet ja PC-Remote.

Herzliche Grüße
Peter
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cicindela

Zitat von: Peter V. in Januar 14, 2011, 23:22:42 NACHMITTAGS
Bei der Coolpix sicher nicht, dort gab es meine Wissens nur eine PC-Remote-Funktion über eine originäre Nikon-Software, die aber niemand besitzt ( kostete fast 1000 DM!!! ).
geht das hier nicht?
http://www.math.ualberta.ca/imaging/
Ich kann es leider nicht ausprobieren, der USB-Anschluss der CP990 scheint nicht Standard zu sein.
Wo kriegt man so etwas noch her?

Gruss
Franz

Peter V.

#27
Hallo!

Ich erinnere mich, dass es eben den Weg über die sehr teure originale ( und extrem ungebräuchliche ) Nikon Software gab, aber auch noch weitere Möglichkeiten.
Habe ja selbst mal danach gefragt:

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=1042.0

http://www.ruwebit.net/article/81

Letztlich war mir das aber alle zu "umständlich". Schwer zu bekommende Kabel, fehlender serieller Anschluss an modernen Rechner, fraglich stabile Software....und das alles, um am PC letztlich nur auslösen zu können!!!!???

Und ob es wirklich mit der gleichzeitigen Videodarstellung auf dem Rchner via Videoausgang und der Rechnersteuerung funktioniert, weiss ich nicht. Käme auf einen Versuch an....
Ich habe ja schon häufig das Problem, dass das Videobild verschwindet oder gar die ganze Kamerasoftware einfriert, wenn in den originlane oder China-Fernauslöser verwende. Und es ist kein Einzelfall, ich habe hier 4 oder 5 Coolpixe und bei allen das Problem ( auch, wenn Bernhard Lebeda aus unerfindlichen Gründen glücklicherweise von diesem Übel bei seinen zwei Coolpixen verschont blieb ).

Da die Rechnersteuerung für mich nicht wichtig war, habe ich mich mit damit nicht mehr befasst, wie auch jetzt bei meiner aktuellen 550D, bei der ich das Auslöser mittels selbstgebauten Fußschalters ohnehin viel angenehmer finde.

Herzliche Grüße
Peter
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Peter V.

#28
Hallo,

noch ein kleiner Beitrag zu Frage der Kompatibilität des Periplan / Farbfehler mit Zeiss Jena Stemis.

Hier ein gerade quick and dirty aufgenommenes Foto mit der Coolpix 995 mit Periplan am Zeiss Jena GSZ bei maximaler Vergrößerung. Das GSZ ist zwar anders konstruiert als das Technival, ich meine aber, dass beide den gleichen Okulartyp ( keine Kompensationsokulare ) vewenden.

Die Unregelmäßigkeiten der Beleuchtung ( rechts unten dunkler ) liegen tatsächlich an der Beleuchtung, zudem hat das GSZ 30mm-Okulare, sodass ich die Kamera nicht 100%ig plan ausrichten konnte, dazu noch 1/30 s Belichtungszeit bei "manuell stabiliserter" Kamera, da ich auf die Schnelle keinen 100%ig passenden Adapter von 30 auf 23 mm fand.   ;) Daher die nicht ganz optimale Bildqualität.
Aber man kann natürlich schon sehen, ob und in welchen Ausmaß es (Farb)-Fehler gibt.
Und ich muss ganz klar sagen: Für meine Ansprüche gibt es da nichts auzusetzen!

Und genau so sieht das Bild natürlich auch auf dem TV-Bildschirm aus!



Hezrliche Grüße
Peter
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cjohnson

Hallo Peter,

nochmals herzlichen Dank an Dich und die viele Mühe, die Du Dir gemacht hast. Das ist sehr nett.
Die Bildqualität ist für meine Zwecke übrigens absolut ok, sogar viel besser, als ich erwartet hatte!

Besten Gruß,

Chris