kaufberatung mikroskop euglena fußball

Begonnen von leila_blue2, September 22, 2015, 21:49:48 NACHMITTAGS

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leila_blue2

Vielen vielen Dank für die vielen Hinweise! Das Projekt muss oder möchte ich nicht geheim halten, sondern weil es noch in der Entwicklung ist und viele Entscheidungen noch nicht gefallen sind. Wir wollen nicht nur eine Lösung bearbeiten, sondern offen bleiben für Aufbauten, z.B. mit mikroskopisch kleinen Magneten oder Elektromagnetismus bzw. 3D geprinteten Gehäusen, die wir mit Kabel versorgen müssen etc. . Alle Eventualitäten zu besprechen, würde den Rahmen des Forums hier sprengen und sicher auch meinen Zeitrahmen (bin Vollzeit berufstätig). Herrn Riedl-Kruse habe ich mal in Stanford besucht: http://web.stanford.edu/group/riedel-kruse/research.html
Wir kopieren allerdings nicht, sondern wollen die Spiele kreativer machen und mehr über den Lebensraum der Organismen lernen und diesen darstellen. ....
Wir brauchen einen größeren Arbeitsabstand für mögliche Kabel, Versorgungsleitungen etc.. Das stimmt und ist wichtig.
Wenn ein Spiel fertig ist, verlinke ich gerne das Szenario. Da ich aber nicht für jedes Szenario ein neues Mirkoskop kaufen kann, muss ich auch ein wenig die wichtigsten Fakten zusammentragen.
Wir haben zur Zeit zwei Organismen: Dictyostelium auf hartem Agar (damit es die selbstorganisierenden Spiralen ausbildet) und Euglena. Wichtig ist 1. die Selbstorganisation und 2. die einfache Handhabbarkeit. Mit Physarum Polycephalum waren wir in ein Forschungsprojekt eingebunden, aber ich persönlich bin nicht so großer Fan von Physarum.
Nun kommen wieder meine Fragen zum Mikroskop. Mein Budget schreit nach einer günstigen Lösung. Zugleich möchte ich aber als Künstlerin größtmögliche Auflösung und Schärfe haben. Leitz klingt sehr gut. Ich hatte bisher auf Zeiss gesetzt, weil ich hier schon den 1x Videoapater und den 2x Videoadapter für mein Stemi 2000 C habe. Die kosten ja auch einiges an Kleingeld. Und dachte, dann könnte ich diese wiederverwenden.
Zeiss Standard also? 2,5 cm Arbeitshöhe, gerne auch bei einer größeren Vergrößerung wäre erst einmal ausreichend und praktikabel.
Sollten (nur die neuen?) Zeiss Axioskope 4k Bilder erlauben, wäre das sensationell. Soweit ich verstanden habe, ist dies nur im niedrig vergrößerenden Bereich sinnvoll?
Das Mikroskop darf gerne alt sein und gebraucht, nur eben noch eine gute Bildqualität, keine Vignettierung, gute Farbwiedergabe, umrüstbar auf LED Licht (am liebsten schon LED Licht vorhanden).
Wenn man Objektive nachkaufen kann - super!
Ich melde mich später noch mit einer Beschreibung. Die klingt aber sehr nach Kunst und nicht so, wie es Ingenieure oder Wissenschaftler gewöhnt sind ;-)
Leila


Oecoprotonucli

Hallo Leila,

ja, Zeiss Standard wäre ein von mehreren Möglichkeiten, es sind ja nun schon einige Namen und Firmen gefallen. Ob Du nun in den Vergleich der verschiedenen Mikroskope und ihrer Verfügbarkeit (und der von Zubehör), Preis etc. auf dem Gebrauchtmarkt einsteigen willst - Du wirst es uns wohl sagen.

Zeiss Standard ist eine ganze Baureihe mit unterschiedlichen Größen etc. Wenn Du in folgendem Dokument von Klaus Henkel, der auch hier im Forum zugange ist, auf Seite 4 schaust, bekommst Du einen Eindruck.

http://www.klaus-henkel.de/standard.pdf

Besten Gruß

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

leila_blue2

Liebe Mikroskop-Gemeinde,
jetzt schreibe ich eine mail hier im nicht-privaten Teil, um alle auf einen Stand zu bringen. Es geht jetzt wirklich ums Kaufen.
Gestern hatte ich nun einen Beratungs- und Test-Termin mit Zeiss, aber ein Axioskop A1 kann ich mir nun wirklich nicht leisten.
Ein Durchlicht-Gerät wäre vielleicht gerade noch erschwinglich, aber Durch- und Auflicht bei vergrößerter Spezimenhöhe (mit Spacern) ist dann zu anspruchsvoll für meinen Geldbeutel.
Anlegen kann ich ungefähr 3000 €. Fototubus ist unbedingt notwendig. Eine Vollformatkamera (Nikon D800) sollte problemlos anzuschliessen sein. Zwei Adapter habe ich schon: einen 2,5fach und einen 1x Adapter + F-mount Bajonett. Dunkelfeld hat sehr schöne Bilder gestern geliefert von Euglena (leider kann ich mit Mac hier keine Bilder anfügen :( da versagt die Website hier)
Ich bin noch etwas unsicher mit den Objektiven, da ich ja mehr Arbeitsabstand benötige. Ein Auflicht-Mikroskop für Metallurgie ist sicher nicht das Richtige. Benötige ich ein Durchlichtmikroskop und Long Distance Objektive? Und wie ist es mit Kondensor?
Habt Ihr Vorschläge für Geräte (am liebsten Zeiss oder ...? Ihr seid die Fachleute ;-))
Danke,
Leila

Peter V.

#33
Hallo,

bist Du denn mit Deinen Proben bei Zeiss gewesen? Weißt Du jetzt, dass Du definitiv Durchlicht- und Auflicht-Hellfeld benötigst und sonst nichts? Dann bedarf es eben eines Durchlichtmikroskops mit Auflichteinrichtung. Ideal wäre dann z.B. ein Jenavert, noch aus DDR-Produktion.  Leider sind die auf dem freien Gebrauchtmarkt selten, da müsstest Du wohl mal einen Händler fragen. Vorteil ist, dass es ein "unendliches" Mikroskop ist, was die Kameraadaption einfacher macht. Die Optik ist hervorragend. Ob Du allerdings bei einem Händler mit 3000 EUR auskommst, weiß ich nicht. Die im Internet zu findenden Preis sind....naja. Aber evtl. gehen die ja auf Nachfrage auch deutlich darunter über den Ladentisch?

Grundsätzlich kannst Du aber eigentlich jedes "bessere" Mikroskop nehmen, das mit Durchlicht und Auflicht ausrüstbar ist. Meine Empfehlung geht immer zu einem Orthoplan, das problemlos entsprechend ausrüstbar und auch sicher in dem Preisrahmen realisierbar ist.

Wenn Dich antiquiertes Design nicht stört, kannst Du auch mit einem Ortholux arbeiten, das funktioniert genau so gut. Dieses Mikroskop hat schon fast alles, was Du benötigst: Fototubus, Auflichtkondensor, Auflichtobjektive. Natürlich kann man es auch mit "L"-Objektiven ausrüsten. Da fehlt nur noch eine Revolver mit Durchlichtobjekitven. ich bin mir fast sicher, dass es jemanden im Forum gibt, der Dir auf Basis des Ortholux-Stativs eine Ausrüstung genau so, wie Du sie benötigst, zusammenstellen könnte. Und das für deutlich´(!!!) unter 3000 EUR.


Herzliche Grüße
Peter


Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

leila_blue2

Hallo Peter,
ich war mit den Proben bei Zeiss. Aber den Schleimpilz in der Petrischale konnten wir nicht anschauen, weil der "spacer" nicht eingebaut war.  :-[
Die Euglenas konnte ich natürlich sehen, leider aber nur als Quetschpräparat. Also auch nicht so, wie wir es später brauchen.
Immer hat der Space zwischen Probe und Objektiv gefehlt.
Unendlich klingt schon mal gut. Wie gesagt, die zweite wichtige Option ist der vergrößerte Abstand zum Specimen, deshalb hatte ich erst einmal nicht bei den alten und kleineren Mikroskopen geschaut.
Zitat von: Peter V. in Oktober 01, 2015, 18:33:05 NACHMITTAGS
Hallo,

bist Du denn mit Deinen Proben bei Zeiss gewesen? Weißt Du jetzt, dass Du definitiv Durchlicht- und Auflicht-Hellfeld benötigst und sonst nichts? Dann bedarf es eben eines Durchlichtmikroskops mit Auflichteinrichtung. Ideal wäre dann z.B. ein Jenavert, noch aus DDR-Produktion.  Leider sind die auf dem freien Gebrauchtmarkt selten, da müsstest Du wohl mal einen Händler fragen. Vorteil ist, dass es ein "unendliches" Mikroskop ist, was die Kameraadaption einfacher macht. Die Optik ist hervorragend. Ob Du allerdings bei einem Händler mit 3000 EUR auskommst, weiß ich nicht. Die im Internet zu findenden Preis sind....naja. Aber evtl. gehen die ja auf Nachfrage auch deutlich darunter über den Ladentisch?

Grundsätzlich kannst Du aber eigentlich jedes "bessere" Mikroskop nehmen, das mit Durchlicht und Auflicht ausrüstbar ist. Meine Empfehlung geht immer zu einem Orthoplan, das problemlos entsprechend ausrüstbar und auch sicher in dem Preisrahmen realisierbar ist.

Wenn Dich antiquiertes Design nicht stört, kannst Du auch mit einem Ortholux arbeiten, das funktioniert genau so gut. Dieses Mikroskop hat schon fast alles, was Du benötigst: Fototubus, Auflichtkondensor, Auflichtobjektive. Natürlich kann man es auch mit "L"-Objektiven ausrüsten. Da fehlt nur noch eine Revolver mit Durchlichtobjekitven. ich bin mir fast sicher, dass es jemanden im Forum gibt, der Dir auf Basis des Ortholux-Stativs eine Ausrüstung genau so, wie Du sie benötigst, zusammenstellen könnte. Und das für deutlich´(!!!) unter 3000 EUR.

Das wäre toll! Ich bin halt unsicher, denn selbst könnte ich ein solches Mikroskop nicht kaufen, da ich nicht weiss, ob ich die passenden L-Objektive bekomme. Und jemand müsste mir die Zeitgemässe Beleuchtung basteln, am Besten mit Schnittstelle zum Ansteuern.
Leila

Peter V.

#35
Hallo Leila,

tja....die neuen Mikroskope...  ;D

Hier mal ein ganz schnelles Handyfoto vom Orthoplan. Ohne "Spacer"  ;)  Ich weiß ja nicht, was für Petrischalen ihr habt, aber ich würde mich fast dafür verbürgen, hier 5 davon übereinander stapeln zu können. Für Auflicht und Durchlicht.

Du bist nicht zufällig mal im schönen Ruhrgebiet? Dann könnte ich Dir mal zeigen, was mit älteren Mikroskopen alles möglich ist, die vermutlich weniger kosten als der Spacer allein.



Herzliche Grüße
Peter

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leila_blue2

 :D
Leider bin ich nicht mehr im Ruhrgebiet, da war ich lange... Sondern in Berlin. Gerade frage ich mich, ob ich nicht einen Trinotubus für mein Laboval 4 erstehen soll? Um weiter zu basteln?
...
Ich höre gerne zu wenn ich solche Ratschläge bekomme. Hier ist wirklich viel Raum fürs Basteln. Also Orthoplan?
Leila

Peter V.

Hallo Leila

ZitatAlso Orthoplan?

beispielsweise! Es gibt sicher einige Mikroskope, die entsprechenden Raum bieten, das Orthoplan ist besonders flexibel. Ich müsste mal beim Ortholux nachschauen, wieviel Platz dort ist.
Mein all-time-Favorit ist in vielerlei Hinsicht tatsächlich das Orthoplan, aber auch etwas teurer als ein Ortholux.

Ein Trinotubus für das Laboval ist allerdings schwer zu bekommen. Aber auch da gibt es Lösungen, zum Beispiel mit einem alten Amplival-Trino. Bietet denn Dein Laboval genug "Space"? Für das Laboval gibt es allerdings keine Auflichteinrichtung.

Herzliche Grüße
Peter
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CMB

Hallo Peter,
Kleiner Hinweis: auch für das Laboval gibt es eine Auflichteinrichtung.

Grüsse sendet
CMB

Peter V.

Lieber Matthias,

stimmt! Aber die ist sicher sehr schwer zu bekommen, oder? Ist die identisch mit der AL-Einrichtung zum Jenalab?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

CMB

#40
Lieber Peter,
Die Auflichteinrichtungen für die Mikrovalreihe und die Jenalabreihe unterscheiden sich durch die Tubuslinse, die jedenfalls bei mir in der Auflichteinrichtung für das Jenalab verbaut ist.

Die Einrichtung ist jedenfalls nicht besonders schwierig zu bekommen, man muss halt wie beim Trino ein bisschen Geduld haben.

Grüsse sendet
CMB

wilfried48

Hallo,

also das mit der Notwendigkeit eines Spacers verstehe ich nicht.
Gibt es wirklich moderne aufrechte Lichtmikroskope, wo nicht mal eine Petrischale räumlich unter das Objektiv passt ?
Das packt ja schon das kleine alte Zeiss Junior Stativ.

Und braucht Leila wirklich echte axiale Auflicht Hellfeldbeleuchtung durch das Objektiv ?
Wenn sie ein Objektfeld  von 2mm abbilden will, dann ist ein 10x Objektiv sowieso die höchstmögliche Vergrösserung.
Und das hat in der Regel einen so grossen Arbeitsabstand (braucht man wegen der Wasserschicht in der Petrischale ja sowieso), dass man seitlich mit einigen Jansjös wunderbar beleuchten kann, was uns ja im Forum durch Heike etc. fast täglich gezeigt wird.

viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

the_playstation

Hallo Wilfried.
Du hast Recht. :) (oder norddeutsch kurz) "jo"
Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht.
Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

leila_blue2

Hallo Wilfried,
ich habe nicht nur ein Setting, das ich mikroskopieren möchte, sondern mehrere. Schleimpilz (Dictyo) ist in Petrischalen (15mm hoch), zugeklebt (muss so sein). Hier brauchen wir Langzeitaufnahme (Zeitraffer). Und ich möchte hier mal sehr nah ran (40er Objektiv) oder auch mit einem 10er.
Für die Euglenas brauche ich auch mehr Abstand, da wir einige Elektronik an die Behausungen basteln. Ich kann natürlich jetzt für ein Setting sagen: Ja, da reicht es auch einfacher. Aber wenn ich dann für das nächste Setting ein neues Mikroskop kaufen muss, wäre das schon schade bzw. teuer.
Zitat von: wilfried48 in Oktober 02, 2015, 12:21:28 NACHMITTAGS
Hallo,

also das mit der Notwendigkeit eines Spacers verstehe ich nicht.
Gibt es wirklich moderne aufrechte Lichtmikroskope, wo nicht mal eine Petrischale räumlich unter das Objektiv passt ?
Ja, diese gibt es en masse. Z.B. ein Bresser, das wir im Labor haben oder mein Laboval Durchlicht. Da muss ich die Petrischale aufmachen und damit trocknet das Präparat aus.
Das packt ja schon das kleine alte Zeiss Junior Stativ.

Und braucht Leila wirklich echte axiale Auflicht Hellfeldbeleuchtung durch das Objektiv ?
Wenn sie ein Objektfeld  von 2mm abbilden will, dann ist ein 10x Objektiv sowieso die höchstmögliche Vergrösserung.

Wie gesagt, das ist nur ein Setting von mehreren. Das Problem ist wie gesagt schon "manifest".

Und das hat in der Regel einen so grossen Arbeitsabstand (braucht man wegen der Wasserschicht in der Petrischale ja sowieso), dass man seitlich mit einigen Jansjös wunderbar beleuchten kann, was uns ja im Forum durch Heike etc. fast täglich gezeigt wird.

viele Grüsse
Wilfried


the_playstation

Hallo Leila.
Petrischalen (15mm hoch), zugeklebt (muss so sein) + 40x Objektiv? Oder sind das zwei unterschiedliche Versuche? Wie dick ist die Objektschicht? Jedes 40x Objektiv ist sehr nah an der Objektoberfläche bzw nah am Deckglas. Ausser es ist ein Wasserimmersionsobjektiv. Das ist dann quasi schon drin. Eventuell ist es ratsam, zuerst einmal die groben Versuchsbedingungen zu testen bzw Dich mit einem erfahrenen Mikroskopiker zu treffen und zu klären, ob und wie sich die Parameter überhaupt realisieren lassen.

Beste Grüße Jorrit.

Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.