Schlechte Fotos am Leica DM-LB Mikroskop - Ursache??

Begonnen von Peter V., November 08, 2009, 17:48:11 NACHMITTAGS

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Guy Marson

Das ist ein lachender  :) der wackelt zu sehr:-)).

Guy

Stell den  :) mal richtig scharf!

Peter V.

#46
Hallo in die Runde der Helfenden,

hier noch einmal ein kurzes Video mit der Coolpix, aufgenommen beim "Durchfokussieren". Man beachte eben die "schärfste Stelle". Ich denke, dass jedem klar ist, das weder die Leica-Optik so schlecht sein kann, noch die Schnitte von Rolf-Dieter Müller ( dieser Schnitt stammt nämlich von ihm ). Es gibt eben keinen Punkt, an dem es wirklich scharf ist.

http://www.youtube.com/watch?v=EXPUxSZMrGU

Natürlich sind hier noch die Qualitätseinbußen durch das komprimierte Youtube-Video zu berücksichtigen, aber am "schärfsten" Punkt ist das mit der Kamera aufgenommene Bild wirklich "schlecht" ( wie bereits Eingangsposting gezeigt ).

Herzliche Grüße
Peter

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

peter-h

Hallo Peter,

ganz sicher sind diese Schnitte ausgezeichnet, aber für eine richtige Bild- und Fehleranalyse doch sehr problematisch. Könntest Du nicht ein Objektmikrometer, oder besser noch eine sehr dünne Alu-Folie mit einem ganz feinen Loch aufnehmen. Es sieht teilweise wie Astigmatismus aus. Dann gibt es nie ein scharfes Bild !
Wenn alle Stricke reißen, dann schicke ich Dir auch eine kleine Testplatte (Eigenfertigung). Auf Deckglas gesputterte Silberschicht mit feinen Linien und teilweise auch Minilöcher (Fehlstellen). Damit lassen sich alle Fehler finden.

Aber auch weiter viel Erfolg bei der Fehlersuche und Du braucht das Hilfsmittel nicht.
Peter


Detlef Kramer

Lieber Peter,

ich schalte mich doch noch einmal ein, ich will Dir ja gerne helfen. Der Film zeigt, wie Peter sagt und ich auch schon früher, einen katastrophalen Astigmatismus. Das kann man mit Verwacklung verwechseln, wenn er so stark ist. Geh der Spur nach, wie, weiß ich im Moment auch nicht.

Herzliche Grüße

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Ole

Hallo,
da hätte ich einmal eine Verständnisfrage an die Fachleute: Wieso tritt der Fehler dann nur bei Verwendung von Kameras auf, nicht aber, wenn Peter direkt durch das Okular sieht? Solche deutlichen Effekte dürfte doch selbst der B.R.A.I.N. Rechner nicht so einfach korrigieren können. An betroffenen Teleskopen ist dieser Fehler doch (soweit ich mich entsinne) auch visuell sichtbar.
Fragende Grüße,
Ole

Detlef Kramer

Das darfst Du nicht die "Fachleute" fragen, die kratzen sich doch alle den Kopf wund. Rein schauen müsste man können :-\

Detlef
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Jürgen H.

Es wird Peter Höbel nicht trösten, wenn ich feststelle, dass es bei mir am Mikroskop DMLS ganz ähnlich ist. Mit dem 5er bekomme ich mit meiner Nikon Coolpix kein scharfes Bild hin, gleichgültig, wie ich den Abstand des Objektives zum Objekt einstelle; beim Blick durch das Mikroskop hingegen besteht kein Problem.

Beim 10er ist die Bildschärfe des Photos besser aber nicht berauschend. Ab dem 20er fängt es an akzeptabel zu werden. Und das ist es was mich auch im erheblichen Maße irritiert: Die Begrenzung des Problems auf die Objektive kleiner Vergrößerung.

Mikrogrüße

Jürgen Harst

Rolf-Dieter Müller

Zitat von: Jürgen Harst in November 10, 2009, 20:29:04 NACHMITTAGS
...
Beim 10er ist die Bildschärfe des Photos besser aber nicht berauschend. Ab dem 20er fängt es an akzeptabel zu werden. Und das ist es was mich auch im erheblichen Maße irritiert: Die Begrenzung des Problems auf die Objektive kleiner Vergrößerung.
...

Hallo Herr Harst,

an meinem Leica DM LS habe ich auch dieses Problem feststellen können.

Deshalb verwende ich für Mikroaufnahmen auch ein anderes Stativ (natürlich mit passenden Objektiven, angepassten Okularen und angepasstes Projektiv).

Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter Müller

peter-h

Hallo Herr Harst,

es geht nicht um Trost  ;D
Einfach eine schlechte Lackschicht oder sowas wie im Bild aufnehmen. Dunkler Untergrund mit vielen kleinen hellen Stellen. Es sollen dann keine Striche sein, die sich je nach Tischverstellung um 90° umkehren ! Immer schön rund bleiben !


Falls es aber so ist, dann liegt ein sauberer Astigmatismus vor. Wer eine Auflichtbeleuchtung mit einem schräg gestellten Spiegel bei einem Endlichsystem hat, der muß nicht weiter suchen.  :(

Aber auch ein einmal hart gefallenes Objektiv kann diese Effekte liefern.

Dass niedrige Vergrößerungen weit stärker anfällig sind ist bekannt. Hängt mit dem breiteren Strahlenkegel zusammen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Viele Grüße
P. Höbel

Peter V.

#54
Hallo in die Runde,

vielleicht stelle ich mich jetzt etwas dümmlich an, aber was genau meint Ihr in diesem Fall mit Astigmatismus? Das ist ja ein vieldeutiger Oberbegriff für diverse optische Abberationen ( dass diese vorliegen, ist ja klar!  ;) ). Oder bezeichnet der Begriff in der Mikroskope eine ganz bestimmte Art von Bildfehler?

Übrigens dürften die Objektive ( z.B. durch Beschädigung ) als alleinige Ursache ausscheiden, das hatte ich ja schon mit einem Jena-Unendlich-Objektiv "gegengetestet".

@ Peter H. Vielleicht könntest Du mir ja wirklich ein geeignetes Testpräparat zusenden? Dafür wäre ich sehr dankbar.


Herzliche Grüße
Peter

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Detlef Kramer

Lieber Peter,

eine Linse hat nicht eine, sondern unendlich viele Brennweiten, nämlich für jeden Winkel eine. Wenn alle gleich sind, hat man nur eine und alles ist in Butter. Wenn aber die Brennweite in N/S z.B. stark von der in O/W abweicht und dazwischen die Zwischenwerte liegen, hast Du eine astigmatische Linse, die einen Punkt immer als Strich abbildet. Anschaulich kann man sich das so vorstellen, dass einer normalen sphärischen Linse eine zylindrische überlagert ist. Beim menschlichen Auge ist das ein sehr häufiger Fehler, der mit einem entsprechend geschliffenen Brillenglas korrigiert werden muss ("Stäbchensehen").

Bei heutigen LM-Objektiven ist dieser A. nicht mehr messbar. Er kann aber auftreten, wenn eine Linse durch z.B. Stoß verkippt wurde. Das muss natürlich nicht im Objektiv sein, sondern kann auch an anderer Stelle des Strahlengangs auftreten, z.B. in der Ablenkeinheit für den Foto-Tubus.

Herzliche Grüße
Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Peter V.

#56
Hallo in die Runde,

zunächst vielen Dank an alle, die sich an meinem "Technikrätsel" beteiligt haben, auch an Peter Höbel, den ich sogar zur Konstruktion eines "Astigmateurs" anregen konnte.

Hier nun die (Teil)-Lösung des Rätsels, leider, leider mit einer Rocky-Horror-Picture-Show:

Ein Objektmikrometer bei, 4-, 10- und 40-facher Vergörßerung:







Er wird es wohl sein - der große, ominöse Astigmatismus! Ursache?????? An den Objektiven kann es nicht liegen, denn mit einem tadelosen Jena-Objektiv ergibt sich der gleiche Effekt. Beim 40er ist er übrigens nur noch minmal nachweisbar.

Und nun das Ersatunliche: Eckhard vermutete, ich bräuchte eine neue Brille. Recht hat er, die Verordnung schlummert schon Monate auf meinem Schreibtisch.... Aber das ist nicht das Problem, es sei denn, meine alte Brille wäre eine rosarote, die es schafft, die schrecklichsten Bilder zu verschönern. Aber wer das tatsächlich macht, ist offenbar mein Gehrn!!! Es ist wirklich so, daß man bei Betrachten eines Präparates die Fehler, die man auf den Bilder sieht, so NICHT sieht, zumindst nicht annähernd so ausgeprägt. Und auch die beim Objektmikrometer nun wirklich überdeutlich zur Darstellung kommeneden Fehler sehe ich erst bei "konzentrierter" Betrachtung, bei oberflächlicher Beschau scheint das Gehirn diese "wegzurechnen". Zudem speilt man ja immer etwas mit Feintrieb und "dreht" sich damit diese Fehler scheinbar unterbwußt immer weg! Was mir früher schon auffiel ( und mir damals nicht erklärkich war ): Die Linien der horizontalen Linienreihe ( also mit den senklrechten Teilstrichen ) erschienen mit immer kräftiger ( also "schwärzer" ) als die sekrechte Linienreihe mit den horizontalen Strichen. Ich hatte es urpsürnglich für einen Fehler der Mikrometerskala gehalten, aber bei 90 Grad versetzt aufgelegtem Objektmikrometer blieb der Effekt gleich. Klar  - denn der Versatz findest offenbar "von N nach S" statt, sodaß dieser Versatz bei einer senkrechten Linie nicht deutlich erkennbar ist, da sie sich versetzten Bilder überlagern.

So weit - so schlecht!!!

Was nun? Vermutlich kommt ja nur der Tubus infrage...... oder hat noch jemand eine andere Idee? Wo sitzt eigentlich beim DMLB die Tubuslinse?

Herzliche Grüße
Peter

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peter-h

Hallo Peter,

Du hast ja nun das Rätsel enträtselt  :o  */ Spitz formuliert, kauf Dir ein ALDI Mik und Du machst bessere Bilder/*
Aber im Ernst. Bei Bild 2 sieht es nach einem Doppelbild vertikal aus. Das könnte leicht am Strahlenteiler im Bino liegen. Teilweise gerissene Verkittung, also extreme Delamination.
Mal ohne Objektive und ohne Okulare in den Tubus schauen. So extreme Fehler sollten sich finden lassen.

Viel Glück
Peter (H)

Peter V.

Hallo!

Etwas erschreckend ist für mich, wie sehr uns unser Gehirn doch das sehen lässt, was es auch sehen möchte.....
Und natürölich - ebenso erschreckend -  die Vorstellung, wieviel eine Reparatur, wenn überhauptt möglich -  kosten mag  :'( ( Leica ist halt Leica und eine gebrauchte Ersatzbeschaffung bei der Marktlage absolut unmöglich; die gibt's leider nicht in der "Bucht".... )
Mal sehen, ob die Objektive an das Lidl Biolux passen....

Herzliche Grüße
Peter

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Klaus Herrmann

Hallo Peter,

könnte Dir ein Leitz HM Lux anbieten, da passen Deine Objektive dran. Nur mit dem Kondensor wirds etwas eng ;D

Aber biete mir bitte nicht Dein großes CZJ-Fluoreszenzmikroskop im Tausch an, es sei den Du legst noch ordentlich was drauf :P
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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