Tod eines Optovars :-( Wer weiss Hilfe?

Begonnen von Peter V., März 23, 2011, 23:11:50 NACHMITTAGS

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Dr. Jekyll

Hi,


Vorschlag zur Güte: Alukörper erwärmen + Schraube abkühlen :-\ :D

Gruß
      Harald
Beste Grüße
Harald

Klaus Schloter

Hallo bin neu hier.Mir wäre ähnliches passiert,hätte ich nicht Eure Diskussion verfolgt.Beim Zerlegen meines Optovar ließ sich eine der beiden Schrauben einwandfrei lösen,die Andere wurde in den letzten 3-4 Schraubenumdrehungen zunehmend schwergängig.Unter Anwendung von etwas Kriechöl und vorsichtigem vor und zurückdrehen ließ sich die Schraube entfernen.Bei der entfernten Schraube fiel auf,das die letzten 3-4 Gewindegänge ausgerissen waren!
Ich nehme mal an,daß das Gewinde des Sackloches nicht zylindrisch ist.
Mich würde aber darüber hinaus interessieren wie man den Mechanismus der Bertrand Linse wieder gängig bekommt?

Herne

#32
Hallo zusammen!
Zitat von: Klaus Schloter in Mai 30, 2011, 15:43:35 NACHMITTAGS
Hallo bin neu hier.Mir wäre ähnliches passiert,hätte ich nicht Eure Diskussion verfolgt.Beim Zerlegen meines Optovar ließ sich eine der beiden Schrauben einwandfrei lösen,die Andere wurde in den letzten 3-4 Schraubenumdrehungen zunehmend schwergängig.Unter Anwendung von etwas Kriechöl und vorsichtigem vor und zurückdrehen ließ sich die Schraube entfernen.Bei der entfernten Schraube fiel auf,das die letzten 3-4 Gewindegänge ausgerissen waren!
Ich nehme mal an,daß das Gewinde des Sackloches nicht zylindrisch ist.
Mich würde aber darüber hinaus interessieren wie man den Mechanismus der Bertrand Linse wieder gängig bekommt?
Ach, eigentlich ganz einfach!
Nach einer kleinen Lockerungssprengung kühlt man die Trümmer mit flüssigem Stickstoff auf -196° C , aber ohne den Schraubenbolzen zu erwischen. Der fällt dann von alleine heraus. ;D
(So was wie diesen Teil der Einstellung nennt man einen Zeilenschinder)
Ernsthaft:
Zur Diskussion Wärmen / Kühlen:
Eisenbahnlaufräder z.B. werden montiert, in dem man den Ring/die Radscheibe erwärmt und die Achse abkühlt. Nach dem Fügen dehnt sich die Achse aus, die Radscheibe zieht sich zusammen und das ganze ist felsenfest verbunden. Man nennt das eine Querpressverbindung.
Denkt man sich das Laufrad aufgeschnitten und gerade zu einer Stange gebogen, sieht man, daß die beim Erwärmen länger wird. Wieder zusammengebogen wäre die Bohrung also größer. Harald´s Vorschlag wäre also die Lösung (!), wenn es sich technisch machen ließe.
Das Optovar gängig machen zu wollen würde ich einem Fachmann überlassen, wenn man keine Wartungsanleitung hat. :-\

m.f.G.
Herbert
Die animalcula infusoria sind Blasen mit Neigungen.
G. Chr. Lichtenberg

Nomarski

Hallo,

ZitatMich würde aber darüber hinaus interessieren wie man den Mechanismus der Bertrand Linse wieder gängig bekommt?
Dazu muß das Karussell ausgebaut und die Stellmechanik demontiert werden. Verharztes Fett ist mittels Waschbenzin zu entfernen und geeigneter Schmierstoff ist neu aufzutragen. Die Bertrandlinse wird in einem Tubus mit Schneckengang bewegt, falls dieser ausgebaut werden muß, ist beim Wiederzusammenbau darauf zu achten, daß die Stellwege erhalten bleiben.

Frank D.

Hallo Klaus,

ich rüste gerade den toten Schwenkhebel eines Optovars für Polbeobachtungen um und hätte noch einen wichtigen Hinweis!
Achte beim Ausbau des Druckbügels auf die kleine Stahlkugel.
Sie liegt locker in ihrem Bett und mag es gar nicht, mit Schwung geweckt zu werden!  :D

MfG
Frank


beamish

Hallo,

das führt mich zu der Frage, ob es eine "Gebrauchsanweisung" für das Optovar gibt. Ich habe irgendwie noch nicht kapiert, wie man mit der Bertrand-Linse fokussiert...  :(

Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Nomarski

Zitat von: beamish in Mai 30, 2011, 20:37:46 NACHMITTAGS
Hallo,

das führt mich zu der Frage, ob es eine "Gebrauchsanweisung" für das Optovar gibt. Ich habe irgendwie noch nicht kapiert, wie man mit der Bertrand-Linse fokussiert...  :(

Grüße

Martin

Hallo Martin,

weil der Stellring bei dir wahrscheinlich auch festgeharzt ist. Du mußt mit dem linken daumen die obere Riffelung festhalten und mit dem rechten Daumen an der unteren Riffelung drehen. Normalerweise sollte das so leichtgägig sein, daß man den oberen Ring gar nicht gegenhalten muß. ;)

Viele Grüße
Bernd

Rawfoto

Liebe Gemeinschaft

Also ich habe da vor bald 35 jahren - im Zeitalter vor Superkleber & co - eine andere Technik gelernt ...

Mit der Feile zwei parallele Flaechen Feilen und das Windeisen ansetzen, damit hat man dann - wie beim Schneiden eines Gewindes - einen wunderbaren Hebel. Kriechoel gabs damals auch schon & funktioniert hat's natuerlich auch ...

Die richtige Richtung gegen den Uhrzeigersinn sollte man auch noch erwischen ...

:-)

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

beamish

Zitat von: Nomarski in Mai 30, 2011, 20:42:22 NACHMITTAGS

weil der Stellring bei dir wahrscheinlich auch festgeharzt ist. Du mußt mit dem linken daumen die obere Riffelung festhalten und mit dem rechten Daumen an der unteren Riffelung drehen. Normalerweise sollte das so leichtgägig sein, daß man den oberen Ring gar nicht gegenhalten muß. ;)

Viele Grüße
Bernd

hallo Bernd,

d.h. die beiden Rändelringe sollten sich gegeneinander verstellen lassen... Bei mir keinen µm... Und jetzt? Besser so lassen bevor man was verdaddelt? (ich hab auch ein Phako-Fernrohr...)

Herzlich

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Nomarski

Hallo Martin,

Zitatd.h. die beiden Rändelringe sollten sich gegeneinander verstellen lassen... Bei mir keinen µm... Und jetzt? Besser so lassen bevor man was verdaddelt?

Das ist die Fragen aller Fragen. Wenn beim Zerlegen die Schrauben stecken bleiben oder es an dem nötigen Werkzeug fehlt, lieber das Phako-Fernrohr nehmen.

Das wäre doch was für K9... ;D

VG
Bernd

Peter V.

#40
Hallo Martin,

so ist es bei gut 90 % der ambulierenden Optovare. Lass das einen Fachmann machen ( z.B. Bernd? ), ohne ein begnadeter Feinmechanikus zu sein, würde ich die Finger davon lassen.
Übriegns wusste ich bis vor ein paar Monaten auch nicht, dass mein jahrelang benutzes Optovar ein fokussierbare B.-Linse hatte, da sie sich bei mir auch keinen Mikrometer bewegte.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

beamish

Danke Bernd und Peter,

ich laß es erstmal so wie es ist, aber: hat die "eingeharzte" Position der Rändelringe Einfluß auf die übrigen Funktionen (Nachvergrößerung)?

Grüße

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Peter V.

Zitat von: beamish in Mai 31, 2011, 00:04:07 VORMITTAG
Danke Bernd und Peter,

ich laß es erstmal so wie es ist, aber: hat die "eingeharzte" Position der Rändelringe Einfluß auf die übrigen Funktionen (Nachvergrößerung)?

Grüße

Martin

Nein !

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Klaus Schloter

Danke für die ersten richtungweisenden Empfehlungen.
Ich gebe so schnell nicht auf,kann jemand genauere Hinweise zur Demontage und zum Wiedereinbau der Revolverscheibe im Optovar geben?
Habe nämlich Respekt davor, die mit Lackpunkt ,gesicherte Achse der Revolverscheibe zu lösen .

Frank D.

Zitat von: Klaus Schloter in Mai 31, 2011, 15:57:25 NACHMITTAGS
Danke für die ersten richtungweisenden Empfehlungen.
Ich gebe so schnell nicht auf,kann jemand genauere Hinweise zur Demontage und zum Wiedereinbau der Revolverscheibe im Optovar geben?
Habe nämlich Respekt davor, die mit Lackpunkt ,gesicherte Achse der Revolverscheibe zu lösen .

Hallo Klaus,

der Lackpunkt ist meiner Meinung nach keine reine Verdrehsicherung, sondern stellt nur eine Verbindung zur darunter befindlichen Unterlegscheibe dar.
Denn diese besitzt auf ihrer Unterseite zwei Stege, die genau in die Nuten des Sockelbolzens passen. Hier wird also schon ein Verdrehen unterbunden.
Ich hatte nach der Demontage probeweise sofort wieder eine Montage vorgenommen und die Schraube in ihre ursprüngliche Stellung gebracht. Die Revolverscheibe lief sauber und die Schraube blieb in ihrer Position. Nach Abschluss der Arbeiten werde ich aber wieder etwas Lack auftragen.

Auf der Unterseite der Revolverscheibe erkennst Du dann auch sofort den Hebelmechanismus, der die Fokussierung des PH-Segmentes übernimmt.
Zum Glück brauche ich diesen nicht demontieren; er läuft bei meinem Optovar einwandfrei.

MfG
Frank