Autor Thema: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!  (Gelesen 164178 mal)

horst

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #45 am: November 08, 2011, 07:03:06 Vormittag »
Nicht nur empfehlenswert für Mineralogen, Paläontologen und Geologen -sondern auch für alle anderen interessierten Menschen - einfach nur beeindruckend - diese Sammlung: http://www.terra-mineralia.de/.

Und am gleichen Ort gibt´s auch noch dies: http://tu-freiberg.de/ze/geowsam/

und dies: http://tu-freiberg.de/ze/sammlungen/

und dies: http://shop.labor-pilz.de/444897403/1/DD7719/Ladenöffnungszeiten.html (Ich bin mit dem Inhaber weder verwandt noch verschwägert noch ansonsten irgendwie geschäftlich verbunden - einfach nur beeindruckt vom Zusammengehen von Tradition und gleichzeitig äußerst fachkompetenter, fairer und auch kleinen Kunden gegenüber aufgeschlossener Verkaufsphilosophie.)

und noch viele viele andere sehenswerte Dinge in dieser traditionsreichen Stadt.

Grüße

Stefan

horst

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #46 am: November 08, 2011, 07:25:27 Vormittag »
... und noch ein Nachtrag. In der Nähe von Freiberg liegt Dresden. Auch hier gibt`s noch was PaläoMineraGeologisches mit großer Tradition - leider nicht öffentlich zugänglich (nur im Rahmen von Vorträgen und Sonderausstellungen): http://www.senckenberg.de/root/index.php?page_id=4911.

Stefan

Florian Stellmacher

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #47 am: November 08, 2011, 18:15:30 Nachmittag »
54. Die Wälder im Hellbachtal bei Mölln

Ein Pilzler bin ich gewiss nicht, aber so viele Pilze, wie in den ausgedehnten Waldstücken im Hellbachtal bei Mölln in Schleswig-Holsten zu finden sind, habe ich sonst nirgendwo gesehen. Das Hellbachtal gehört zum Naturpark Lauenburgische Seen und umfasst neben dem Bach mehrere Seen und große Wälder, die zu ausgedehnten Spaziergängen einladen. Wer die Pilze verschmäht, wird vielleicht beim Tümpeln glücklicher!?

















Herzliche Grüße,
Florian
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Hagen

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #48 am: November 08, 2011, 20:57:40 Nachmittag »
55. Ente Giardini Botanici Villa Taranto

http://www.villataranto.it/deu/default.asp

Die botanischen Gärten der Villa Taranto am Lago Maggiore.
Sehr schön angelegter botanischer Garten. Landschaftlich schön - aber auch sehr interessante Pflanzen (Lotus-Blumen, Victoria-Seerosen, Meta-Sequoia, Palmfarne usw.) wie ich finde.

Wurde in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts von Captain Neil Boyd Mc Eacharn angelegt.

Viele Grüße
Hagen
« Letzte Änderung: November 08, 2011, 21:03:19 Nachmittag von Hagen »
Gerne per Du.

Mila

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #49 am: November 08, 2011, 21:10:04 Nachmittag »
56. Das Liebig-Museum in Gießen:

http://www.liebig-museum.de/





das Labor (man beachte die Abzüge):



der Hörsaal:



ein Stundenplan 8):



Herzliche Grüße
Mila

Mila

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #50 am: November 08, 2011, 21:15:35 Nachmittag »
35. Dr. John Wilcockson's Antiquariat in Marburg

Lieber Florian,

schön, dass Du das Antiquariat genannt hast, es ist einfach sensationell!!! :)
Ich habe diesen wunderbaren Ort per Zufall gefunden und bin dort dann auch direkt ein bisschen viel Geld los geworden für kleine Antiquitäten und Bücher. Ein gefährlicher Laden... ;)

Ich freue mich auch sehr, dass das Deutsche Apotheken-Museum in Heidelberg genannt wurde. Ich war ewig nicht mehr dort und würde es gerne bald besuchen, wer kommt mit?

Herzliche Grüße
Mila
« Letzte Änderung: November 08, 2011, 21:17:46 Nachmittag von Mila »

Florian Stellmacher

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #51 am: November 08, 2011, 21:23:12 Nachmittag »
Liebe Mila,

Wilcockson's Antiquariat - sag ich doch!

Wie schön, dass Du das Liebig-Museum zeigst, das hatte ich auch schon auf dem Zettel für die 1000 Places ... - wirklich sehr schön und sehr autentisch.

Diese Esse hat es mir besonders angetan, weil sie so schön nach Alchemistenküche aussieht. Unter dem Fußboden dieses Labors hat man bei der Restaurierung übrigens einige Pfund Quecksilber gefunen, wenn ich das richtig behalten habe.



Herzliche Grüße,
Florian
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Klaus Herrmann

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #52 am: November 08, 2011, 21:47:21 Nachmittag »
Liebe Mila,

ich begeistere mich ja für alte Chemie und Pharmazie und habe lange gesammelt. Wie in einem realen Museum steht 90% im "Archiv" im Keller.

Aber auf dem ersten Bild des Liebig-Museums, das du zeigst ist einiges nicht gerade authentisch. Normschliffe gabs zu Liebigs Zeiten noch nicht. Und im Regal der Chemikalienflaschen sind original verpackte Reagenzien mit Plastik-Siegel, die auch nicht aus seiner Zeit stammen. Da wäre etwas mehr Sorgfalt schon nicht schlecht. Vielleicht sollte ich mal was aus meinem Fundus anbieten? ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

hinrich husemann

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #53 am: November 09, 2011, 15:03:48 Nachmittag »
Hallo Liebig-Museums-Fans,
zunächst möchte ich, was die Normschliffe und Chemikalienflaschen betrifft, Herrn Herrmann beipflichten. Die sind nicht "liebiglike".
Was mir aber durchaus nicht fremd vorkam, war der Studienplan von 1848 (110 Jahre später war er durchaus noch wiedererkennbar). Das gilt insbesondere auch für die dort aufgeführte Lötrohr-Analyse. Mein Lötrohr habe ich noch; allerdings nicht mehr den zugehörigen "Quader" aus Holzkohle! Aber ich erinnere mich noch gut an den so genannten "Silberblick". Das war noch Analytik! Alles von Hand und mit bloßem Auge!
Sentimental-historische Mikrogrüsse
H. Husemann

olaf.med

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #54 am: November 10, 2011, 10:51:30 Vormittag »
Zitat
Das gilt insbesondere auch für die dort aufgeführte Lötrohr-Analyse.

... auch ich habe in den frühen 70gern in Heidelberg noch Lötrohranalyse gelernt, leider aber fast alles wieder vergessen. Es ist fast unglaublich wie schnell und verläßlich man damit die Hauptelemente in Mineralien bestimmen kann. Zusammen mit mikroskopischen Tüpfelreaktionen ersetzt die Methode (fast) ein ganzes modernes Labor ;D ;D

Gruß, Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Florian Stellmacher

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #55 am: November 10, 2011, 20:44:48 Nachmittag »
57. Der Botanische Garten von Oxford

Botanic Gardens 
High St
OXFORD OX1 4AZ, Großbritannien

http://www.botanic-garden.ox.ac.uk/

März, April, September, Oktober 9:00 bis 17:00
Januar, Februar, November, Dezember 9:00 bis 16:30
Mai bis August 9:00 bis 18:00

Eintritt: Erw. £3,80

Um ehrlich zu sein: Sofern es um die Pflanzen geht, die im Botanischen Garten von Oxford zu sehen sind, habe ich schon eindrucksvollere Gärten gesehen - aber: Das, was diesen Garten so besonders macht, sind die Menschen, die insbesondere in der warmen Jahreszeit den Botanischen Garten bevölkern, und wie sie mit ihm umgehen. Immer wieder ein ungewöhnlicher Anblick ist es für Deutsche, die eher mit "Bitte nicht den Rasen betreten!" vertraut sind, zu sehen wie die Briten ihre Parks nutzen, sich im Schatten der Bäume ausstrecken und picknicken. Hier in Oxford sind es vor allem Studenten, die sich auf den Grünflächen erholen oder auf dem Wasser punten; dies ist eigentlich eine Spezialität von Oxford und Cambridge, die man außerhalb Englands kaum antrifft. Ein punt ist ein gondelartiges Boot, das mittels einer Stakstange angetrieben wird und, wenn die Stange im Morast stecken geblieben ist (und hoffentlich rechtzeitig losgelassen wurde!) kurze Strecken auch mit einem kleinen Paddel bewegt werden kann. Natürlich könnte man damit auch trefflich tümpeln, allein - gesehen habe ich das noch nicht. Vom Park aus sieht man auch in die Gärten der angrezenden Colleges, wo Sport natürlich noch im weißen Einheitsdress betrieben wird.

Also: Gewächshäuser und Außenanlagen sind relativ schnell angesehen, hinterher kann man sich auf die Wiese legen und für einen Moment als Brite fühlen - magnificent!















Herzliche Grüße,
Florian


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Hagen

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #56 am: November 10, 2011, 21:19:04 Nachmittag »
58. Die Lichtentaler Allee in Baden-Baden

http://www.bad-bad.de/sehen/alleen.htm

Die schöne Allee-/Parkanlage hat 2005 ihren 350. Geburtstag gefeiert.
Über 300 verschiedene einheimische und exotische Bäume und Pflanzen - schön gelegen an dem Flüsschen Oos.
Sehr schön auch im Frühjahr zur Krokus-Blüte.

Eintritt natürlich frei - außer ein mal im Jahr, wenn Oldtimer-Meeting ist.

Liebe Grüße
Hagen
« Letzte Änderung: November 10, 2011, 22:22:07 Nachmittag von Hagen »
Gerne per Du.

Hagen

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #57 am: November 11, 2011, 06:55:49 Vormittag »
59. ANATOMISCHES MUSEUM der Universität Basel

http://pages.unibas.ch/anatomie/museum/

Klasse fand ich die Aufnahmen des Verdauungstraktes, die mit einer Kamera in einer Kapsel gemacht wurden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kapselendoskopie

Hier noch eine Linksammlung weiterer Medizinhistorischer Museen:

http://www.medizin-museum.uzh.ch/linksdt.html

Viele Grüße
Hagen
« Letzte Änderung: November 11, 2011, 08:16:14 Vormittag von Hagen »
Gerne per Du.

Florian Stellmacher

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #58 am: November 11, 2011, 20:52:59 Nachmittag »
60. Der Botanischen Garten in Potsdam

Botanischer Garten
Maulbeerallee 2
14469 Potsdam

Öffnungszeiten:
April bis September 9:30 bis 17:00 Uhr
Oktober bis März 9:30 bis 16:00 Uhr
Freilandanlagen ganzjährig ab 8.00 Uhr bis Sonnenuntergang

Eintritt:
Erw. 2 €

http://www.botanischer-garten-potsdam.de/

Der Botanische Garten der Universität Potsdam verfügt neben den Außenanlagen über eine Reihe von großen Gewächshäusern, die auch in der kalten Jahreszeit mit ihrer tropischen Vielfalt begeistern. Was den Botanischen Garten zudem besonders macht, ist seine exklusive Lage, wurde er doch im früheren Terrassenrevier der Hofgärtnerei von Sanssouci angelegt! Wer sich von Schloss Sanssouci kommend auf der rechten Seite der Hauptachse des Parkes in Richtung des Neuen Palais bewegt, kommt nach einem kurzen Spaziergang an diesem Gelände vorbei, aber auch der übrige Park von Sanssouci birgt botanische Überraschugen. Für mich sind z.B.die durch Agrobacterium tumefaciens verursachten Baumtumoren immer wieder faszinierend! Schade, dass ich kaum jemand im Forum mit Pflanzenpathologie beschäftigt...







Herzliche Grüße,
Florian
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Florian Stellmacher

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Re: 1000 Places to See... für Mikroskopiker!
« Antwort #59 am: November 11, 2011, 21:25:27 Nachmittag »
61. Das Mineralogische Museum Marburg

Mineralogisches Museum der Philipps-Universität
Firmaneiplatz
D-35032 Marburg

Öffnungszeiten:
Mi 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr
Do und Fr 10 bis 13 Uhr
Sa und So 11 bis 15 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 1,- Euro

http://www.uni-marburg.de/fb19/minmus

Das Marburger Mineralogische Museum, unmittelbar neben der Elisabethkirche gelegen, ist für mich als Laien zunächst einmal eine große Sammlung sehr schöner Steine. Zusammengestellt sind die Exponate jedoch nach einem kristallchemischen System, sodass neben den Angaben zu Name, Fundstätte, chemischer Zusammensetzung etc. z.T. auch Modelle der Gitterstruktur mit ausgestellt werden. Für mich ist es z.B. immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viele verschiedene Formen z.B. Schwefel annehmen kann! Hinzu kommen Steine von z.T. enormer Pracht und Größe, die aus aller Welt zusammengetragen wurden. Leider gibt es lediglich einen einzigen Dünnschliff, an dem das Prinzip der Polarisation vorgestellt wird, dieser liegt nur unter einer Lupe, mit einem Mikroskop kann das Museum leider nicht aufwarten. In dem kleinen Museumsshop kann man neben Büchern auch eine Vielzahl von kleineren Steinen für wenig Geld erweben.

Auch für den Nicht-Mineralogen ein faszinierendes und wunderschönes Museum - trotz oder vielleicht sogar wegen des eher archaisch-schmucklosen Ambientes. Gerade bei schlechtem Wetter ist das zentral gelegene Museum eine Empfehlung; es gibt, nebenbei bemerkt, eine Sitzgruppe, auf die ich mich, von dem typischen Marburger Platzregen überrascht, schon mal für ein Stündchen mit einem guten Buch zurückgezogen habe - in diesem Ambiente sitzt man dann fast wie in einer Schatzkammer...


© Mineralogisches Museum Marburg (http://www.uni-marburg.de/fb19/minmus/ausstellungen/samm/index_html)

Herzliche Grüße,
Florian
« Letzte Änderung: November 11, 2011, 21:30:28 Nachmittag von Florian Stellmacher »
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