Frage zu altem Leitz Greenough

Begonnen von ortho.peter, Dezember 10, 2018, 19:52:02 NACHMITTAGS

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ortho.peter

Hallo,

ich hätte eine Frage an die Leitz-Spezialisten:
Im "Leitz Stereoscopic microscopes, Binocular prsim magnifiers" (511-80) von 1965
steht auf Seite 5 unter der Überschrift:
"Stereo-tube with rapid objective changer"

folgender Text:
"The top part with the eyepiece tubes can be rotated through 180°. These is especially useful when the stereo-tube is to be mounted
on pillar stands."

) Gilt das generell (für alle Stative dieser Baureihe) oder gibt es da Ausnahmen?

) Wie wird das gemacht?

Viele Grüße
Peter
Ebenfalls gerne per Du

ortho.peter

Hallo,

benutzt wirklich niemand hier ein schwarzes Stereomikroskop
von Leitz? - Schon eine Antwort (Wie wird das gemacht?)
wäre sehr hilfreich für mich.

Viele Grüße
Peter
Ebenfalls gerne per Du

Carlos

Hallo Peter,
Ich arbeite mit unterschiedlichen Typen von ,,Leitz-Stereo-Mikroskopen vom Greenough-Typ", ich verstehe aber dein Problem nicht.
Ein Bild von Deinem Mikroskop würde helfen.
Gruß Carlos

ortho.peter

Hallo Carlos,

> ... ich verstehe aber dein Problem nicht.
das ist ganz einfach - ich möchte mir schon seit längerem ein Stereomikroskop kaufen und hätte jetzt ein tolles Angebot (eines von den schwarzen mit drei Wechselobjektiven).
Mein Problem ist: ich würde es gerne sowohl am originalen Stativ als auch an einem Galgenstativ benutzen. Eben genau so wie es bei Leitz angedacht und angeboten wurde.

Dazu kann man den oberen Teil um 180° verdrehen, damit die Okulare wieder richtig stehen (sonst ist Dir das Stativ im Weg). - Nur, wie geht das (?) und geht das bei allen Binos mit 3fach Optik oder gibt es da Ausnahmen.


> Ein Bild von Deinem Mikroskop würde helfen.
das mit dem Bildern ist leider nicht ganz so trivial - ich kann Dir gerne was als Mail schicken.
Die zweite Möglichkeit wäre:

http://microscope.database.free.fr/511_files/511-80%20Stereoscopic%20%20microscopes.pdf

Gruß Peter
Ebenfalls gerne per Du

ortho.peter

Hallo Carlos,

> Ein Bild von Deinem Mikroskop würde helfen.
ich hab was auf ebay gefunden - es sieht fast genau so aus, nur die Schraube vorne zwischen
den Okularen ist flach und schwarz lackiert (und bei meinem Angebot fehlt das Unterteil vom Stativ).

https://www.ebay.at/itm/253913602383?ssPageName=STRK:MESINDXX:IT&_trksid=p3984.m1436.l2649

Gruß Peter
Ebenfalls gerne per Du

Carlos

Hallo Peter,
ZitatDazu kann man den oberen Teil um 180° verdrehen, damit die Okulare wieder richtig stehen (sonst ist Dir das Stativ im Weg).
Um den oberen Teil zu drehen, muss man die Rändelschraube (oben, vor dem Bino-Tubus)  lösen, einfach das Oberteil (samt Rändelschraube) um 180° drehen und die Schraube in dieser Stellung wieder anziehen. (So verstehe ich das von Dir zitierte Prospekt in Bild und Text.)
Gruß Carlos

ortho.peter

Hallo Carlos,
> ... muss man die Rändelschraube (oben, vor dem Bino-Tubus)  lösen, einfach das Oberteil
> (samt Rändelschraube) um 180° drehen und die Schraube in dieser Stellung wieder anziehen.
Das haben wir (Händler) schon versucht (das war bei einem anderen Angebot - gleiches Mikroskop
aber weniger Zubehör) und es hat sich absolut nichts bewegt.

> (So verstehe ich das von Dir zitierte Prospekt in Bild und Text.)
Ja, ich sehe das genauso - aber es funktioniert so nicht. Deshalb war ja die zweite Frage
"Gibt es ausnahmen?" (eben eine Baureihe wo das nicht vorgesehen ist).

Da ich das Teil ja noch nicht zu Hause habe kann ich ja auch nichts ausprobieren und bin jetzt auf Euer Wissen und Eure Erfahrung angewiesen.

Gruß Peter
Ebenfalls gerne per Du

Mikroman

Hallo Namensvetter,

ich habe das gleiche Gerät - allerdings in der Pol-Ausführung. Auch hier läßt sich der Tubus nicht drehen, auch nicht nach Lösen der Rändelmutter.

Gruß
Peter
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

ortho.peter

Hallo Peter,

> ich habe das gleiche Gerät - allerdings in der Pol-Ausführung.
das sollte keinen Unterschied machen - zumindest ist in der Broschüre von Leitz nichts erwähnt.

> Auch hier läßt sich der Tubus nicht drehen, auch nicht nach Lösen der Rändelmutter.
vielen Dank für die Info - dass beide Geräte "rein zufällig" den gleichen Fehler haben, halte ich für eher unwahrscheinlich.

Bleiben noch zwei Möglichkeiten:
Entweder gibt es eine Baureihe die nicht drehbar ist und nirgends erwähnt wird (ebenfalls eher unwahrscheinlich), oder das funktioniert ganz anders (meine Vermutung).

Auf den Bildern der Broschüre ist bei genauer Betrachtung zu sehen, dass das Teil auf dem die Okulare sitzen, zwar rund ist, aber die Okulare und die Rändelschraube sind nicht symmetrisch auf dem runden Teil platziert (gut zu sehen auf Seite 5). Sie bilden ein Dreieck.
Wenn ich dann das  Bild auf Seite 8 betrachtet, komme ich zum Schluss, dass sich nur die beiden Okulare "verdreht" haben. Außerdem ist am Oberteil nur ein Platz für die Rändelschraube vorhanden. Würde man das Ganze Teil drehen, müsste auf der Rückseite eine zweite Bohrung vorhanden sein.
Deshalb muss es irgendwie anders funktionieren - auch wenn die Rändelschraube anfangs nach einer leichten Lösung aussieht. Außerdem gibt es zumindest ein Mikroskop gleicher Bauart bei der diese Schraube flach ist.

Gruß
Peter
Ebenfalls gerne per Du

Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

nur so ein paar Gedanken meinerseits -ich besitze dieses wirklich schöne Instrument nicht, kann´s also nicht selbst überprüfen.

1. Könnte es sein, dass man den Kopf nicht drehen kann, wohl aber herausheben und um 180°  gedreht wieder einsetzen kann ?


2. Gibt es da noch an der Stirnseite ein kleinere Rändelschraube; was passiert eigentlich, wenn man diese löst ?

Gruß !


JB
Beste Grüße !

JB

ortho.peter

Hallo JB,

> den Kopf nicht drehen kann, wohl aber herausheben und um 180° gedreht wieder einsetzen kann ?
Laut den Bildern kann das nicht sein, denn dann wäre die Rändelschraube nach der Drehung nicht an der gleichen Position. Das ist aber auf den Bildern klar ersichtlich.

> Stirnseite ein kleinere Rändelschraube; was passiert eigentlich, wenn man diese löst ?
Laut der Broschüre kann man dort zwei kleine Lämpchen montieren. Ob das der einzige Zweck ist, kann ich natürlich nicht sagen (mir geht es wie Dir - ich habe das Teil auch noch nicht), müsste man ausprobieren.

Gruß
Peter
Ebenfalls gerne per Du

Klaus Herrmann

#11
Hallo zusammen,

vor langer Zeit hatte ich dieses Stemi mal und ich erinnere mich nebulös, dass die große silberne Schraube nur gelöst wurde und dann gegen eine Feder herausgezogen werden konnte. Das ist praktisch ein gefederter Stift, der nach herausschrauben hochgezogen wird und dadurch die Verriegelung frei gibt, dann kann das ganze Oberteil mit dem Bitubus um 180° gedreht werden und wieder mit dem Federstift in Position festgesetzt werden. Zu Sicherung wird der Stift wieder reingeschraubt.

Von mir kannst du auch ein Stereomikroskop kaufen auch von Leitz nur eine Stufe höher: das Elvar, das schon lange auf einen Käufer wartet. ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

ortho.peter

Hallo Klaus,

> dass die große silberne Schraube nur gelöst wurde und dann
> gegen eine Feder herausgezogen werden konnte. Das ist praktisch
> ein gefederter Stift, der nach herausschrauben hochgezogen wird
> und dadurch die Verriegelung frei gibt, dann kann das ganze
> Oberteil mit dem Bitubus um 180° gedreht werden und wieder mit
> dem Federstift in Position festgesetzt werden. Zu Sicherung wird
> der Stift wieder reingeschraubt.
Das haben wir bereits erfolglos versucht. Und wenn man sich die Bilder ansieht, ist auch klar warum. Die Position der Elemente bleiben unverändert. Ich habe mir aber die Abbildung auf Seite 2 der Broschüre noch einmal genau angesehen. Hier ist der Aufnahmewinkel ein bisschen steiler und man kann dabei erkennen, dass ein "Drehen" im eigentlichen Sinn nicht möglich ist, weil die beiden Okulare zu breit sind und das von vorne sichtbare Kreissegment bei den Okularen endet.

Das bringt mich auf die Idee, dass der Teil, in dem die Rändelschraube sitzt eigenständig ist und vielleicht nur zum Fixieren eines zweiten Teils (der die Okulare trägt) dient. D.h. vielleicht kann man das kleine Teil nach dem Abschrauben der Rändelschraube entfernen und erst danach die beiden Okulare umgekehrt (herausziehen und um 180° versetzt) montieren. Kann das wer ausprobieren?

Viele Grüße Peter
Ebenfalls gerne per Du

Klaus Herrmann

Hallo Peter,

also ich bin mir sicher, dass bei meinem der ganze Bitubus mit Sockel gedreht werden konnte. Aber leider hab ichs nicht mehr.

Wo bleibt denn Wolfgang, der schwarze Leitz-Kenner?????
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

ortho.peter

Hallo Klaus,

> also ich bin mir sicher, dass bei meinem der ganze Bitubus mit Sockel gedreht werden konnte
schau' Dir die Abbildung in der Broschüre auf Seite 2 mal genau an (Du musst stark vergrößern um es zu sehen), dann siehst Du, dass der Aufbau oben erstens asymmetrisch ist, und zweitens der Teil um die zwei Okulare breiter als das Kreissegment auf der Vorderseite.
Deswegen bin ich der Meinung, dass ein "Drehen" nicht geht, sondern nur ein Umstecken.

> Wo bleibt denn Wolfgang, der schwarze Leitz-Kenner?????
Ja, daran habe ich auch schon gedacht, "St. Ortholux" wäre jetzt eine wirklich große Hilfe.
Besorgt sich vermutlich gerade für den Weihnachtsbaum was extra Feines von Leitz  ;).

Viele Grüße Peter
Ebenfalls gerne per Du