Lomo Biolam D12 zerlegen und warten

Begonnen von Hobbyskopierer, Februar 20, 2022, 14:53:00 NACHMITTAGS

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Hobbyskopierer

Zitatohne den Spacer kann ich die Optik nicht nutzen, weil das Gewinde dann direkt auf den Chip drückt!
Vielleicht könnte man bei der Reduktionslinse vom Gewinde was wegdrehen (Kürzen).
Vorsichtig einspannen (mit minimalen Druck am Spannfutter) und kleine Späne auf der Drehmaschine machen.
Grüße Anton

liftboy

Hallo Anton,

jau! hohe Drehzahl, blaue Späne :-) kenn ich aus meiner Lehrzeit, hat mich manchen Stahl gekostet.
an gefassten Optiken sollte man besser nicht drehen!

Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Toad-

#47
... sorry, war spät gestern (oder früh heute) das 4. Bild ist nicht korrekt. Hier habe ich versehentlich das 3. nochmal hochgeladen. Ich korrigiere das gleich mal ...

So, jetzt ist es korrekt. Mit Spacer hat man ein nochmal reduzierteres Blickfeld.

@Wolfgang: Ich messe heute Abend mal die Tiefe der Kamera und Höhe des Außengewindes der Linse aus.
Herzliche Grüße
Axel

Meine Vorstellung

Hobbyskopierer

#48
Hallo Wolfgang
Zitathohe Drehzahl, blaue Späne :-) kenn ich aus meiner Lehrzeit, hat mich manchen Stahl gekostet.
an gefassten Optiken sollte man besser nicht drehen!
Du meinst aber hier die Stahlbearbeitung, das ist eine ganz andere Liga.
Ich meine da ganz wenig Spannkraft, scharf geschliffenes Drehmesser mit großer Spannut und nur jeweils 0,1 mm Zustellung bei der Bearbeitung. Da passiert nichts.
Ich habe vor 30 Jahren oft an solchen Sachen gearbeitet. Hauptsächlich waren es Adaptierungen bei Fotoapparaten, seltener in der Feinmechanik, weil es zu dieser Zeit bei uns noch so manches nicht zu kaufen gab. Heutzutage kriegt man das alles fertig zu kaufen und eine Sonderanfertigung lohnt sich in keiner Weise mehr.
Denk an die Fertigung von Schweizer Uhren oder in der Feinmechanik ZB. bei der Medizintechnik bzw. Dentaltechnik. Da werden heutzutage auch fast alle Teile auf Werkzeugmaschinen gemacht und das ohne Probleme. Damals hatte ich ua. eine kleine Lorch Uhrmacherdrehbank. Das war erst ein Spielzeug. Da muss man, wenn man gröbere Zerspanung gewohnt ist, komplett umdenken.
Du hast schon Recht, wenn man an die (Schwer) Zerspanung von Stahl denkt, bzw. man damit aufgewachsen ist, hat man eine andere Denkensweise.
Grüße Anton

Edit: Vielleicht wäre ein Distanzring auch eine Lösung, wodurch die Einschraubtiefe verkürzt wird.

Hobbyskopierer

Das Biolam ist kein Auflichtmikroskop.
Heute musste ich gleich einiges ausprobieren, dabei bin ich schnell an die Grenzen gestoßen. Ich wollte versuchen, den P/N Übergang eines Wavers zu sehen. Dieser hat eine Größenordnung im niedrigstellingen Nanometerbereich. Also stellte ich eine Maschinenleuchte mit einer 100 Watt Glühbirne als Beleuchtung "von oben" ganz nache an das Objektiv. So ein Waver ist ja nicht durchsichtig. Dann wäre es eh einfach. Spätestens bei einer 600fachen Vergrößerung habe ich nicht mehr viel gesehen, besser gesagt, es wurde immer finsterer. Bei 400facher Vergrößerung ging es noch.
Ich habe dann ein bisserl gesucht, ob es da nicht was Besseres als die Maschinenleuchte gibt. Gefunden habe ich hier die Ringleuchte. https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=16241.msg124970#msg124970
Bei niedriger Vergrößerung reicht ja die Maschinenleuchte oder ähnliches. Da hatte ich nie Probleme bei feinen Schneidkanten, absolut scharfkantigen Kernstiften, polierten Flächen usw. Aber, funktioniert so eine Ringleuchte auch noch bei 1000facher Vergrößerung (mit Imersionsöl)? Ich meine eine ausreichende Helligkeit und nicht den "Sonnenuntergang"
Grüße Anton
Vielleicht wäre es gescheiter, diesen Beitrag wo anders anzuhängen. Ich bin noch nicht ganz so bewandert hier.

beamish

Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Gerd Schmahl

#51
Hallo Anton,
je höher die Vergrößerung oder genauer gesagt: Je höher die numerische Apertur, um so niedriger der Arbeitsabstand des Objektivs. Bei einem 40er Objektiv mit 0,65er n.A. sind es kaum noch 2/10tel mm. Da bekommt man einfach kein Licht mehr in den schmalen Spalt zwischen Objektiv un Objekt und wenn, dann nur in einem sehr flachen Winkel. Die Ringleuchte, kann das nicht besser, nur allseitiger. Das ist nicht immer von Vorteil, weil es dann kaum noch Schatten gibt. Die Ringleuchten sind außerdem für Stereomikrokope gedacht, die ein Objektiv von ca. 5cm Durchmesser haben.
Dazu kommt noch folgender Fakt: Die Durchlichtobjektive sind i.d.R. für Deckglasdicken von 0,17mm gerechnet. Das fällt bei n.A. unter 0,5 kaum ins Gerwcht, aber für höhere n.A. muß das zunehmend genauer eingehalten werden. Auflichtobjektive sind i.d.R. für unbedeckte Objekte gerechnet.
Für Dein  BIO-Lamm heißt das: bIs zum 20ere Achromaten geht improvisiertes Auflicht, darüber nicht mehr.
Mit einem 100er Immersionsobjektiv geht nur die Beleuchtung durch das Objektiv selbst (Auflicht-Hellfeld) Das Bild würde Dich aber auch an einem professionellen Auflichtmikroskop enttäuschen: Es zeigt fast nur das Relief der Oberfläche. Das ist was für ganz plane Anschliffe von Gesteinen oder Werkstoffen (Metallen)
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Hobbyskopierer

Danke Gerd für die ausführliche Info. Du hast recht. Der Martin hat es mir auch schon klipp und klar mit 2 Worten gesagt.
Ich habe mir schon gedacht, wenn das Objektiv so nah am Objekt ist, dass da in den winzigen Spalt kaum noch Licht hineinkann. Deckglas nabe ich nicht genommen.
Entschuldigt mein laienhaftes Schreiben. Dann muss ich wohl damit leben, kann man nichts machen.
Blöd ist, dass ich Auflichtmikroskopie nur ganz selten brauche und gute Mikroskope dafür teuer sind.
Ich warte jetzt mal ab, ich kann nicht schon wieder ein Mikroskop nach Hause bringen. Da spielt meine 2. Hälfte nur eingeschränkt mit.
Jetzt schau ich mal, ob Biolam Auflichtmikroskope gebaut hat.
Grüße Anton

Hobbyskopierer

Hallo Adi
Entschuldige bitte, ich verstehe, weil ich noch zu laienhaft bin, deine Frage nicht ganz.
Zitatwenn Du ein gutes Auflicht-Objektiv mit dem RMS-Gewinde und einem relativ großen
Arbeitsabstand hättest, könntest Du es mit Biolam auch verwenden.
Ich formuliere es nach meinem Kenntnisstand so: Ich besorge mir zB. ein solches Auflicht-Objektiv mit RMS Gewinde. Platz ist ja noch für ein viertes Objektiv. Der Abstand (Brennweite) wäre in diesem Fall zwischen Objektiv und Objekt größer und die Beleuchtungsmöglichkeit von oben wäre natürlich dann auch besser. Ich kann mir gut vorstellen, dass man dann mit einem 40fach Objektiv halbwegs brauchbare Ergebnisse erzielt, falls es ein solches für Auflichtobjektiv gibt. Bei meinem Versuch war es mit dem 40fach Objektiv und 10x Okular schon zu dunkel. Zumindest der Willhaben Effekt ist schon da.
Bitte belehrt mich eines besseren.
Grüße Anton



liftboy

Hallo Anton,

geht nicht, gibts nicht :-) bittesehr:
http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Biolam-N.pdf
http://www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/Lomo%20M.pdf
http://mikroskopfreunde-nordhessen.de/dateien/LOMO-MBI-11.pdf
und noch viele andere mehr. All diese Mikroskope sind mit Objektivgewinde M27 ausgestattet, damit die großen Epi-Pbjektive reinpassen, die RMS brauchen dann einen Zwischenring. Was den WAF-Faktor angeht, ist das schon eine andere Klasse (Größe, Gewicht).
Ein reines Auflichtteil (kein Durchlichttisch) hätte ich noch da.

Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
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Niels Bohr

Hobbyskopierer

Hallo Wolfgang
ZitatEin reines Auflichtteil (kein Durchlichttisch) hätte ich noch da.
Darf ich fragen, wie so ein Teil genau aussieht?
Hallo Adi
Zitatdas klappt bis 100x aber der Arbeitsabstand muss mindestens 1mm betragen.
Was braucht man da für ein Objektiv, was einen Arbeitsabstand von 1 mm hat?
Grüße Anton

Gerd Schmahl

#56
Hallo Anton,
es gibt Objektive mit höherem Arbeitsabstand. Da steht dann meist "LWD" für "long working distance" drauf oder "ULWD" für "ultra long working distance". Diese Objektive haben i.d.R. aber auch breitere Front-Linsen, um wenigstens halbwegs an der n.A. der "normalen" Objektive heran zu reichen.Sie sind meist für die Mikroskopie durch den Boden einer Petrischale auf einem inversen Mikroskop konzipiert und i.d.R. etwas teurer als ein LOMO-Biolam-Mikroskop mit 3 Objektiven...

Zitat von: HobbyskopiererIch wollte versuchen, den P/N Übergang eines Wavers zu sehen. Dieser hat eine Größenordnung im niedrigstellingen Nanometerbereich
Da sind wir dann aber eventuell schon unterhalb der Auflösungsgrenze der Lichtmikroskopie. Die Wellenlänge des Lichtes begrenz das Auflösungsvermögen im sichtbaren Licht auf etwa 0,3µm, also 300nm. Darunter hat dann auch das beste Immersionsobjektiv keine Chance mehr. Da musst Du dann doch nach einem REM Ausschau halten statt nach einem ULWD-Objektiv...
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Toad-

#57
Zitat von: liftboy in Februar 24, 2022, 09:47:41 VORMITTAG
Hallo Axel,

ohne den Spacer kann ich die Optik nicht nutzen, weil das Gewinde dann direkt auf den Chip drückt!
Passt aber trotzdem.

Grüße
Wolfgang

... so, ich war da ja noch messtechnisch etwas schuldig.
Kameramodul: freier Raum zwischen dem oberen Rand Innengewinde bis Chip (Schutzscheibe davor): 8,8 mm
Reduzierlinse x0,3: obere Kante Außengewinde bis Verdickung am Linsengehäuse: 7,3 mm

Bedeutet, dass man die Reduzierlinse "bis zum Anschlag" in das Kameramodul schrauben kann. Ein Spacer wird bei diesen beiden nicht benötigt.

Ich möchte nur zu gern wissen, ob man die Blende nicht etwas "aufbohren kann, um den schwarzen Rand zu eliminieren. Leider fehlt mir (noch) für die Stirnmutter das passende Werkzeug (Und 2 Nägel + Flachzange bei optischen Geräten: no way!)
Herzliche Grüße
Axel

Meine Vorstellung

Hobbyskopierer

Hallo an Alle
Abschließend möchte ich mich bei euch für die Hilfe und die wertvollen Tipps herzlich bedanken. Ohne diese Hilfe hätte ich das Mikroskop sicher nicht so einwandfrei hinbekommen, wie es jetzt neuwertig dasteht. Ich bin mit diesem Instrument mehr als zufrieden und es ist für meine Zwecke eher schon überdimensioniert. Das mit der Okularkamera haut auch hin. Das ist eine mit 5 MP. Nur bei der Reduzierlinse x0,5 hätte ich vielleicht eine mit x0,3 nehmen sollen. Aber was solls, die Reduzierlinse mit Kamera war ein "Gesamtpaket" und ich habe es einfach genommen. Ich will ja nicht der Oberprofi werden, sondern wenn was anfällt, dann habe ich ein gutes Mikroskop jederzeit zur Hand und das ist mir das wichtigste.
Als nächsten Schritt werde ich die Mikrofibel von Klaus Henkel "studieren". Ich bin bis jetzt wegen anderen Arbeiten, obwohl ich in Pension bin, nicht dazugekommen. Die Fibel ist mir wichtig, weil für mich eure Beiträge zum Teil noch immer "latein" sind.
In dem Sinne und nochmals danke
Anton

liftboy

Hallo Anton,

schade, dass Du so weit weg bist :-( Du würdest hier gut zu uns passen. Wenn Du Service für Dein Mikro brauchst, sprich mich ruhig an.

Viele Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
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Niels Bohr